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Herausforderung: Türkischer Ultranationalismus im Sport

Sportvereine sind wichtige Orte der Gemeinschaft, Anerkennung und gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig können sie als Resonanzräume für extremistische Ideologien dienen. Die Autoren Dîlan Akdoğan, Kemal Bozay und Mehmet Kart widmen sich diesem Thema in ihrem Artikel „Türkischer Ultranationalismus in Sportvereinen – Erfahrungen aus Forschung und Praxis“ im InfoPool der Bundeszentrale für politische Bildung ausführlich.

Aktuelle Studien zeigen, dass türkischer Ultranationalismus insbesondere im Fußball und Kampfsport (MMA und Boxen) sichtbar wird – etwa durch Symbole, Gesten, nationalistische Narrative oder die Abwertung bestimmter Gruppen.

Aus Sicht der Autoren erfolgt die Einflussnahme meist nicht offen politisch, sondern über Emotionen, Gruppenzugehörigkeit, Loyalität und Männlichkeitsbilder. Jugendliche, die nach Orientierung und Anerkennung suchen, können für solche Angebote besonders empfänglich sein.

Die Forschung macht deutlich, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Türkeibezug demokratische und vielfältige Identitäten lebt. Gleichzeitig berichten einige von Anpassungsdruck, Ausgrenzungserfahrungen und politischer Einflussnahme im Vereinsumfeld.

Prävention sollte daher auf Aufklärung, demokratische Werte, Vielfalt und Handlungssicherheit im Umgang mit extremistischen Tendenzen setzen. Vereine benötigen klare Regeln, sensibilisierte Verantwortliche und Räume für offene Diskussionen. So können sie ihre wichtige Rolle als Orte der Integration und Demokratie stärken und extremistischen Entwicklungen wirksam entgegenwirken.

Des gesamten Artikel finden Sie auf der Seite bpb.de unter diesem Link.

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Bild: Screenshot InfoPool Rechtsextremismus, vgl. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/infopool-rechtsextremismus/, gesichtet am 08.06.26.